Hintergrund

Che und Anita

Bericht vom 25. August 2010

6 Monate alt sind Che und seine Schwester Anita erst, doch an schlechten Erfahrungen mangelt es ihnen nicht. Die Mutter, eine Schäferhündin, musste im Wagen des Besitzers, einem amtsbekannten Tierquäler aus Niederösterreich, bei großer Hitze ersticken.

Am 23. August 2010 war es soweit. Bettina Peer, Cheftierpflegerin der PFOTENHILFE Lochen, nahm die beiden traumatisierten Hundekinder bei der PFOTENHILFE in Empfang.

Unser Team war schon im Vorfeld über die schlimmen Umstände, aus denen die Welpen stammen, informiert worden. Wir stellten uns auf  traumatisierte Hundewelpen ein, die das, aus Angst resultierende Agressionsverhalten der Mutter und der anderen Rudelmitglieder erlebt hatten.

Unsere Cheftierpflegerin entschied nach der Ankunft der beiden als erste Maßnahme, sie zu trennen. Denn im vertrauten Schutz unter Geschwistern hatten sie sich schon in der Vergangenheit mit Angiffen gegenüber anderen Hunden schützen müssen.

Bei der PFOTENHILFE Lochen sollen die beiden für sie völlig neue Erfahrungen machen - sowohl mit Menschen als auch mit Hunden. Unser Ziel ist es, Ihnen wieder Vertrauen gegenüber ihrer Umwelt zu geben.

Nach der Trennung der beiden suchten wir zuerst nach geeigneten Hunden, mit denen sie soziales Verhalten erlernen konnten. Keine einfache Aufgabe, doch wir hatten Glück. Die Erleichterung unserer Pfleger war groß als Blacky, ein Labradormischling, sofort Vertrauen zu Anita fasste. Anita wurde von Blacky zum Spielen aufgefordert, was sie noch nicht kannte.

Die ersten Annährungsversuche zu Bettina Peer, die sich mit Anita beschäftigte, waren positiv. Anita schmust inzwischen und man kann deutlich ihre Erleichterung spüren, wenn sie sich endlich in der Nähe eines Menschen entspannt und sogar nach Berührungen sucht.

Che ist vorerst noch allein. Er hat Sichtkontakt zu anderen Hunden. Seine Agressionen abzubauen ist jetzt wichtig. In den nächsten Wochen wird eine Pflegerin versuchen sein Vertrauen zu gewinnen.

Che und Anita brauchen jetzt vor allem Zeit, um ihre Vergangenheit zu vergessen und um das Leben neu zu erfahren. Das Team der PFOTENHILFE Lochen wird den beiden dabei helfen und hofft auf eine gute Zukunft für die Junghunde denn alle Pfleger haben sie schon ins Herz geschlossen.